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Florian Boge

Florian Boge - der Architekt:

Der mit seinem Team das Tibarg Center entworfen hat!

„Ich bin sozusagen als Architekt geboren. Sobald ich einen Stift halten konnte, hat mein Vater mir ein Reißbrett geschenkt. Ja, mein Vater war Architekt, mein Onkel, meine Tante, mein Großonkel…“
„Die größten Erfolge unseres Architekturbüros liegen in der Planung und dem Bau von Shopping-Centern, besonders innerstädtischen Einzelhandels-und Dienstleistungszentren.“
„Stolz auf das Tibarg Center? Nein, stolz nicht. Ich bin eher demütig, dass es so gut gelungen ist. Wir haben vor 20 Jahren einen Einkaufstempel für die nächsten Jahrzehnte entwickelt und gebaut.“
Drei Sätze eines Mannes, der auf dem Papier große Baukomplexe entwirft, dabei penibel und mit aller Akribie ihr Wachsen so lange verfolgt - bis es dann schlußendlich dem Auftraggeber übergeben werden kann: Florian Boge, Dipl. Ingenieur und Architekt. Gemeinsam mit seinem Partner Gerd Johannsen hat er ein Dutzend Einkaufs-Center entwickelt - ob das Mercado in Hamburg-Ottensen oder die Europa-Passage Hamburg, die Marktplatz Galerie Hamburg-Bramfeld oder das Forum Neukölln Berlin, das Quarree Hamburg-Wandsbek oder die RheinBerg Galerie in Bergisch Gladbach. „Das Tibarg Center in Niendorf,“ so sagt Florian Boge 20 Jahre nach der Eröffnung, „gehörte zu den anspruchsvollsten Shoppingmeilen, die ich entworfen habe.“ Und - wie war es zu dem Auftrag gekommen? Er lächelt, der erfahrene Architekt, antwortet: „Der Oberbaudirektor der Baubehörde hat damals dem Unternehmen Hermann Friedrich Bruhn, das in Niendorf dieses Centrum plante, geraten: Wenn Ihr mal was Vernünftiges machen wollt, dann sprecht den Florian Boge an…“
Genau das haben die Bosse von Bruhn getan - entstanden ist das Tibarg Center - das Herzstück auf dem Tibarg in Hamburg Niendorf! Ein Magnet, mit vielfältigen Einkaufs-und Foodmöglichkeiten, das täglich Tausende von Kunden und Kundinnen anlockt.
Interviewtermin im Architekturbüro von Florian Boge, Gertigstraße 12-14, 3. Stock, im Herzen von Winterhude, dort, wo es sinnvoll ist, lieber mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zu kommen - bei all den Halteverbotsschildern und Baustellen. Ein kleines Team von Architekten entwickelt hier, in dem 300 Quadratmetern großen lichtdurchfluteten Loft, in dem einstmals Kaffee geröstet wurde, neue Gebäude und revitalisiert ältere Anwesen. Florian Boge leitet das Architekturbüro allein, seit sein Partner Gerd Johannsen ausgestiegen ist. Für seine Kunden hat er auf dem Hinterhof Parkplätze gemietet, Florian Boge selbst kommt morgens mit einem seiner Räder aus der Alsterdorfer Maisonettewohnung ins Büro.
68 Jahre alt ist Florian Boge, ein Mann, der leise spricht, der jedes Wort wohltuend abwägt, genau überlegt, was er denkt, und was er sagt. „Eigentlich könnte ich ja Ruheständler sein,“ sagt er, „aber die Arbeit macht mir immer noch viel Freude…“ Also kein Ruhestand!
Reden wir über das Tibarg Center! Wie war das damals? „Nicht ganz einfach,“ erinnert sich Florian Boge genau, „es mußten einige hohe Hürden überwunden werden. Wir haben mit einem Team von fünf Leuten fast vier Jahre gearbeitet, bis es dann am 10. Oktober 2002 eröffnet wurde.“
Was war nicht einfach? „Brandschutztechnisch,“ sagt Boge, „und die statischen Anforderungen waren sehr groß. Denken Sie daran - unter dem Gebäude fährt die U-Bahn…dann sollten mehrere Expressaufzüge in die Garage integriert werden. Und auch genehmigungstechnisch waren einige Behörden-Wege sehr lang. Als große Herausforderung,“ und das gilt ja bis heute, „mußten wir auf einem relativ kleinen Grundstück, auf dem die Tiefe, die Höhe und die Breite zum Bebauen ihre Grenzen hatten, etwas Besonderes schaffen. Wenn man das macht, müssen viele Mosaiksteinchen passen oder passend gemacht werden - und das ist uns gelungen…“

Florian Boge ist Ostwestfale, in einer Kleinstadt groß geworden. Ostwestfalen gelten als entspannte, liebenswerte Zeitgenossen. Manche Experten bescheinigen ihnen einen ‚wunderbaren Humor‘, der ‚sehr trocken‘ daherkomme. Geradeaus seien die Ostwestfalen, mit beiden Beinen auf dem Boden. Kabarettisten amüsieren ihr Publikum gern mit der Erkenntnis, „dass - wäre Jesus Ostwestfale gewesen - die Bibel auf eine Din-A4-Seite gepaßt hätte….“
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Nun, mit Florian Boge reden wir nicht über die sogenannten Charaktereigenschaften von Ostwestfalen, von denen einige sicher auf ihn zutreffen, sondern vornehmlich über seinen Weg zur Architektur. „Mitprägend für meine Berufsentscheidung,“ so Florian Boge, „waren natürlich die häufigen Gespräche zu Hause über das Bauen. Aber nicht nur das - meine Eltern haben mich auf viele Ausstellungen mitgenommen, nach Berlin, nach Frankreich, Italien, England. Wir haben uns gemeinsam Bauwerke angeschaut, dadurch wächst natürlich ein Interesse.“ Studiert hat Florian Boge nach dem Abi dann in Braunschweig, ein Stipendiat führte ihn nach London, er spricht fließend englisch und französisch, spanisch und italienisch versteht er sehr gut. Ist das ein Wunder bei einer Mutter, die Fremdsprachlerin ist und ein internationales Zuhause geführt hat? Amüsiert denkt Boge zurück: „Meine Eltern haben mir sogar abgeraten, Architekt zu werden. Damals wurde ja wie verrückt gebaut, aber sie hatten Angst, dass die Blase mal platzen würde…schließlich ist Architektur sehr von der Konjunktur, von Politik, von Einflüssen, die man nicht beeinflussen kann, abhängig. Aber, wie Sie sehen…ich habe mich durchgesetzt. Ehrlicherweise war die elterliche Sorge damals zwar da - aber nicht rational bedingt.“
Haben Sie die Architekten-Entscheidung jemals bereut? „Nein, niemals. Es ist einfach ein toller, irrsinnig kreativer Beruf.“
Aber Florian Boge ist nicht ‚nur‘ Architekt geworden - er hat Karriere gemacht!
Gibt es auch für die Karriere ein bestimmtes, vorgefertigtes Reißbrett? Jenes Zeichenbrett, das technischen Zeichnern, Konstrukteuren, Bauzeichnern und Architekten zum Erstellen von Bauzeichnungen, also zum Anfertigen von Grundrissen, Aufrissen, Schnitten dient? Florian Boge lächelt bei der Frage. Und schildert mit wenigen Worten den Weg, den er gegangen ist, bevor er sich endgültig selbständig machte und gemeinsam mit Gerd Johannsen 1991 das Architekturbüro BOGE JOHANNSEN ARCHITEKTEN BDA gründete. Ein Jahr angestellter Architekt bei APB, einem renommierten Unternehmen in Hamburg, fünf Jahre bei ECE, einem Planungs-und Entwickler-Unternehmen von Otto, das bereits vor über 20 Jahren Shoppingcenter baute. „Da wurde ich ins kalte Wasser geworfen und habe als junger Architekt große Aufgaben übernommen. Bei ECE habe ich auch mein erstes Shoppingcenter entworfen und dabei einen soliden Wissensvorsprung erarbeitet.“
Pause, Florian Boge weiß, was das bedeutet: APB und ECE waren die ersten wichtigen Stufen auf der Karriereleiter!
Ein Karrierearchitekt, der es heute schon mal etwas ruhiger angehen läßt! Liegt das am Alter…? Florian Boge schmunzelt, verrät: „Nicht nur…ich habe das große Glück, später noch einmal Vater geworden zu sein…meine jüngsten Kinder sind sechs und acht Jahre alt. Ich bin zum zweitenmal verheiratet.“ Leise fügt er hinzu: „Der Klassiker…meine zweite Frau ist mehrere Jahre jünger als ich. Eine Journalistin, in der Kunstszene haben wir uns kennengelernt.“ Boges Kinder aus erster Ehe sind natürlich erwachsen - ein Sohn wohnt und arbeitet in Prag als Physiker, der jüngere Sohn ist Schiffsbauingenieur und lebt in Hamburg. „Wissen Sie,“ sagt Boge, „als meine großen Söhne klein waren, habe ich oftmals nicht so viel Zeit für sie gehabt. Aber genau die Zeit, die ich mir damals nicht genommen habe oder nicht nehmen konnte, die möchte ich mir jetzt für die Kleinen nehmen.“
Und was bedeutet das im Alltag? Boge: „Ich bringe sie sehr oft entweder in die Kita oder in die Schule. Ich hole sie auch oftmals ab…ich genieße jede Minute mit den beiden. Aber das setzt natürlich voraus, dass ich meine Zeit ziemlich frei einteilen kann. Die Kinder sind mir einfach wichtig, sehr, sehr wichtig.“
Ist die Frage erlaubt, ob Boge auch Enkelkinder hat, und wenn ja, ob die mit ihren kleinen Nichten und Neffen auch mal zusammen sind? Boge ‚erlaubt‘ die Frage und antwortet: „Na klar, meine beiden erwachsenen Söhne und ihre jungen Halbgeschwister und meine Enkelkinder - wir alle haben ein gutes Verhältnis miteinander. Und das macht mich natürlich glücklich.“
***
Florian Boge - ein besonderer Mann. Er lebt und liebt das Leben. Und genau dafür schafft er den richtigen Rahmen - ob mit Häusern, die er baut oder mit jungen Menschen, die er formt. „Die Kinder halten mich fit,“ sagt Florian Boge. Welche Hoffnungen setzt Boge in seine Jüngsten? Werden sie vielleicht auch Architekten, sollen sie die Kreativität und die architektonischen Visionen ihres Vaters fortsetzen? Florian Boge zuckt die Achseln. „Das wird die Zukunft zeigen…, im Moment ist mir nur eines wirklich wichtig: Dass wir ihnen mögliche Wege zeigen und sie unbeschwert aufwachsen! Und jetzt freue ich mich schon auf die Zeit, in der wir gemeinsam mit unserem Katamaran auf der Ostsee segeln und uns den Wind um die Ohren wehen lassen…“
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